SOPERA wird morgen auf der EclipseCON hier in Santa Clara seine neue Eclipse SOA Initiative (siehe Homepage und Pressemitteilung) ankündigen. Ziel dieser Initiative ist die Entwicklung einer integrierten und kohärenten SOA-Plattform innerhalb von Eclipse. Wo heute nur einzelne Komponenten vorhanden sind, die dazu noch über verschiedene Eclipse-Projekte wie Swordfish, STP, BPEL unkoordiniert verstreut sind, soll zukünftig ein integriertes Eclipse-Package zur Entwicklung von service-orientierten Applikationen auf der Eclipse-Homepage frei zum Download bereitstehen. Teil dieser Eclipse SOA Initiative ist die Entwicklung einer neuen Service Registry/Repository im Rahmen eines neuen Eclipse-Projektes, da alle heute vorhandenen Open-Source-Registry/Repository-Projekte für das Enterprise-Level ungeeignet sind.
Auch wenn diese Eclipse SOA Initiative zunächst eine SOPERA-Initiative ist, so suchen wir die Zusammenarbeit mit anderen SOA-interessierten Firmen und Eclipse-Mitgliedern. Eine solche Zusammenarbeit würde es erlauben, die entstehende Eclipse-SOA-Plattform noch schneller und noch näher an den Marktbedürfnissen zu entwickeln. Es gab gestern Abend mit dem EMO (Eclipse Management Organization) ein Gespräch zu der Frage, in welche organisatorische Form diese Initiative eingebettet werden könnte. Es scheint, das eine “Industry Working Group” für eine solche Initiative gut geeignet ist, da hier flexibel eigene Governance-Strukturen festgelegt werden können.
Wir erwarten bei den traditionellen Lizenz-Anbieter von SOA-Platformen auf die Eclipse SOA Initiative keine überschwengliche Begeisterung, da dadurch der Wert der kommerziellen Plattformen kanibalisiert werden könnte. Erste Gespräche mit Eclipse-Mitgliedern werden hier auf der EclipseCON stattfinden. Bei den Unternehmen auf der SOA-Nutzer-Seite stoßen wir nicht unerwartet auf sehr großes Interesse. SOPERA ist hier mit einigen Großkunden im Gespräch, die bereit sind, eine solche Initiative zu unterstützen.
Ricco Deutscher Strategie
Auf der Cebit präsentierten unter dem Dach der OSBF die Firmen SOPERA, Microsoft, 1&1, Corisecio und OpenXchange einen wegweisenden Prototypen einer heterogenen Application Cloud auf Basis eines Internet Service Buses (siehe OSBF-Presseerklärung). Das ist ein wichtiger Meilenstein für einen neuen Weg, wie Business Applikationen für Unternehmen flexibler und kostengünstiger nutzbar gemacht werden. Zukünftig werden große Teile der Applikationslandschaft von Unternehmen, die heute ausschließlich in dedizierten Rechenzentren betrieben werden, als Service aus einer Internet Cloud von verschiedenen Providern bezogen. Das wird mit Commodity Services wie Archiving und E-Mail beginnen, aber bald auch auf Kernapplikationen wie CRM übergreifen. Unternehmen, die diesen Weg nicht mitgehen, werden bald einen Wettbewerbsnachteil haben, da deren IT zu teuer und zu unflexibel sein wird.
Aber auch in einem solchen Szenario stellt sich die fundamentale Frage der Integration. Cloud Computing hat dabei über die traditionelle Applikationsintegration hinausgehende zusätzliche Anforderungen. Die Tatsache, dass Services von verschiedenen Providern bezogen werden können, erfordert ein Service-Level-Monitoring. Weiterhin müssen die verschiedenen Plattformen, auf denen die Services entwickelt und betrieben werden (hauptsächlich Java und . Net) völlig transparent sein. Es wird auch dazu kommen, dass ein Unternehmen für einen Service mehrere Provider nutzt, und die Auswahl des Providers dynamisch über die gerade für das Unternehmen benötigten Service Levels geschieht. Das sind Anforderungen, die der Internet Service Bus - der Enterprise Service Bus der Application Cloud - erfüllen muss. SOPERA hat mit dem auf der Cebit präsentierten Prototypen bewiesen, dass es wichtige Anforderungen eines Internet Service Bus bereits heute erfüllt. Dazu zählt:
- Eine dezentrale Bus-Architektur die Skalierbarkeit in der Cloud sicherstellt
- Native Implementierung in den beiden vorherrschenden Applikationsplattformen Java und .Net
- Eine dynamische, Policy-basierte Mediation zwischen Service-Provider und -Consumer
SOPERA ist damit bestens für den Zukunftsmarkt Cloud Computing positioniert.
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